«Ein Treffen in offener und konstruktiver Atmosphäre bei dem beide Seiten ihre Bereitschaft zum Kompromiss zeigten» - damit beginnt die Pressemitteilung, die Cargolux am Donnerstagabend verschickte. Weiter heißt es, dass beide Seiten zugestimmt hätten, Arbeitsgruppen einzurichten, um die Übereinkommen auszuarbeiten. «Das ist falsch!», sagt Aloiyse Kapweiler von der Gewerkschaft LCGB. «Wir sind im Moment noch nicht einverstanden, Arbeitsgruppen einzurichten – wir müssen uns erst über die Prinzipien einige werden – und da sind große Differenzen. »
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Kapweiler führt an, dass die LCGB immer noch nicht mit der geplanten Arbeitszeitenregelung der Cargoflieder d’accord ist. «Man könnte viel über Produktivitätssteigerung machen», sagt er. «Aber da werden die Augen vor der Realität verschlossen.» Dass ein dritter Cargolux-Flieger in Italien stationiert wird, ist für den Gewerkschaftler ein «No Go». «Das Geld, was die da unten machen können wir auch hier machen», sagt er. Beim Thema Outsourcing habe man sich zwar angenähert – die LCGB will aber erst ein schriftliches Statement abwarten: «Das Vertrauen ist gering», sagt Kapweiler.
«Für uns ein vernünftiger Deal»
Anders sieht das OGBL-Mann Hubert Hollerich: «Für uns ist das ein vernünftiger Deal.» Auch damit, dass ein drittes Flugzeug nach Italien abwandert, hat der Gewerkschaftsbund kein Problem – dafür sei ja gerade ein neues Flugzeug am Findel stationiert worden. «Luxemburg verliert also keinen Flieger», erklärt Hollerich.
Am Freitagmorgen um 7 Uhr treten sich Gewerkschaften und Management erneut gegenüber. «Ich weiß nicht, ob das Meeting morgen etwas bringt», sagt LCGB-Mann Kapweiler. «Die sind so verbohrt in ihrer Gangart, dass sie jede Hilfe von uns ablehnen.»
(Tobias Senzig/L'essentiel)








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