Kabul - Im April 2014 erschoss ein Polizist im Osten Afghanistans die deutsche Fotografin Anja Niedringhaus, ihre Kollegin Kathy Gannon überlebte schwer verletzt.
Jetzt hat Afghanistans Oberster Gerichtshof den Schützen, der nur den Namen Naqibullah trägt, zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Das Gericht milderte die ursprünglich verhängte Strafe damit ab. Im Juli 2014 hatte ein Bezirksgericht in Kabul den Schützen zu zum Tode verurteilt. Naqibullah war daraufhin vor den Obersten Gerichtshof des Landes gezogen.
Die Hintergründe der Tat sind nach wie vor unklar. Während des Prozesses äußerte sich Naqibullah nicht zu den Gründen für die Tat; er sagte nur, er sei "kein normaler Mensch".
Niedringhaus und Gannon waren während der Wahlphase in Afghanistan im April 2014 mit einem Konvoi im Osten des Landes unterwegs. Als der Konvoi auf dem Gelände einer Polizeistation ankam, feuerte Naqibullah mit einem Gewehr in das Fahrzeug mit den beiden Frauen.
Niedringhaus, die auf der linken Seite der Rückbank des Wagens saß, wurde von mehreren Kugeln in den Kopf getroffen und war sofort tot. Ihre Kollegin Gannon wurde schwer verletzt.
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