dimanche 29 mars 2015

Militäroperation im Jemen: Arabische Liga plant gemeinsame Streitmacht


Wenig Zeit? Am Textende gibt's eine Zusammenfassung.




Der Krieg im Jemen hat die Arabische Liga aufgeschreckt. Das Bündnis werde eine gemeinsame Streitmacht aufbauen, beschlossen die Regierungschefs der arabischen Länder auf ihrem Gipfel im ägyptischen Scharm al-Scheich bekannt. Im Entwurf der Abschlusserklärung heißt es, Ziel der gemeinsamen Streitkräfte sei es, wachsenden Bedrohungen der Sicherheit in der Region entgegenzutreten. Im Jemen haben die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen große Teile des Landes besetzt, der Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi ist außer Landes geflohen. Die arabischen Staaten wollen die Aufständischen am Sonntag aufrufen, die jemenitische Hauptstadt Sanaa zu verlassen und ihre Waffen an die "rechtmäßigen" Behörden auszuhändigen.

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition gegen die Aufständischen hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Sonntag den Flughafen von Sanaa lahmgelegt. Die Landebahn könne nicht mehr genutzt werden, hieß es am Sonntag aus jemenitischen Luftverkehrskreisen.


Zudem sollen bei den seit Donnerstag andauernden Luftangriffen die meisten Raketen der schiitischen Miliz und ihrer Verbündeten zerstört worden sein. Der Koalitionssprecher General Ahmed Assir sagte am Samstag in der saudiarabischen Hauptstadt Riad, der Angriff auf noch verbleibende Raketen werde fortgesetzt, wo immer sie seien. Vor dem Einmarsch der Huthi-Rebellen in Sanaa verfügte die jemenitische Armee dem General zufolge über "zahlreiche Raketen und ballistische Raketen" mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern.


Zuvor hatte ein ranghoher Diplomat eines Golfstaates erklärt, die jemenitische Armee habe 300 Scud-Raketen. Von ihnen seien bei den am Donnerstag begonnenen Luftangriffen 21 zerstört worden.

Allianz aus zehn Staaten


Die Saudis haben der Mission gegen die Aufständischen den Titel "Sturm der Entschlossenheit" gegeben. Das Herrscherhaus verbreitet regelmäßig Bilder aus dem Einsatzführungskommando der Armee. Saudi-Arabien betont jedoch ausdrücklich, dass es nicht allein handelt. Stolz verkündet Riad, an der Spitze einer Allianz aus zehn Staaten zu stehen, die noch dazu von den USA und Großbritannien unterstützt wird.


Neben Saudi-Arabien soll offenbar Ägypten die Hauptlast des Militäreinsatzes tragen. Nach Angaben aus Kairo bringt das Militär derzeit fünf Kriegsschiffe im Roten Meer in Stellung. Etwa 40.000 Soldaten sollen sich an der geplanten Invasion beteiligen, unterstützt von ägyptischen Kampfjets.


Die kleineren arabischen Golfstaaten Bahrain, Katar, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate beteiligen sich nach den bisher bekannten Plänen nur an den Luftangriffen gegen die Huthi-Miliz. Gleiches gilt für Jordanien, Marokko und den Sudan. Insgesamt sollen sich damit 185 Kampfjets an der Mission beteiligen. Das ist ein Vielfaches mehr, als im Irak und in Syrien gegen den IS im Einsatz ist.


Als zehnter Staat beteiligt sich Pakistan an der Operation "Sturm der Entschlossenheit". Islamabad unterstützt den Einsatz mit Flugzeugen und Kriegsschiffen.

Über die Stärke der Huthis und ihrer Verbündeten gibt es keine genauen Angaben. Die Schätzungen zur Zahl der Milizionäre schwanken zwischen 30.000 und 100.000. Die Truppe hat in den vergangenen Monaten deutlich aufgerüstet. Zu ihrem Arsenal gehören inzwischen Artilleriegeschütze, Panzerabwehrraketen und schultergestützte Flugabwehrwaffen.


Einen Teil der Waffen haben die Huthis offenbar aus Iran erhalten, vieles erbeuteten sie aber bei ihrem Vormarsch in den vergangenen Monaten. Damit können die Rebellen zwar nicht einer Invasion von 200.000 Soldaten standhalten, sie können die Truppen aber nach dem Einmarsch in einen verlustreichen Guerillakrieg verwickeln.


Krisenland Jemen: Schwieriges Terrain für InvasorenZur Großansicht

SPIEGEL ONLINE


Krisenland Jemen: Schwieriges Terrain für Invasoren






Zusammengefasst: Die arabische Liga will besser auf Konflikte in der Region reagieren können. Dafür soll eine gemeinsame Streitmacht aufgebaut werden. Der Kampf der Saudis und ihrer Verbündeten im Jemen dauert an.




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