Washington - Offenbar ändern die USA ihre Haltung im Syrien-Konflikt. Hatte man Machthaber Baschar al-Assad bisher stets die Legitimation abgesprochen und seine Absetzung verlangt, scheint Washington nun doch zu Gesprächen bereit.
"Letztlich müssen wir reden", sagte Außenminister John Kerry dem US-Sender CBS am Sonntag. Man suche nun nach Möglichkeiten, um den Druck auf Assad zu erhöhen. So soll er an den Verhandlungstisch gezwungen werden. Offenbar hat der rasante Aufstieg der Terrorgruppe "Islamischer Staat" in Syrien und dem Irak zu einem Umdenken geführt. Die USA seien dazu im Rahmen der Genfer Friedensgespräche immer bereit gewesen, so Kerry.
Westliche Staaten fordern schon lange den Rücktritt Assads. Inzwischen gibt es aber mit der Extremistenmiliz "Islamischer Staat" in Syrien einen gemeinsamen Gegner. So bombardieren die USA immer wieder IS-Ziele in dem Bürgerkriegsland und könnten damit indirekt auch den Regierungstruppen helfen.
Die sunnitischen Extremisten haben weite Teile Syriens eingenommen, wollen die Regierung in Damaskus stürzen und haben über die Grenze zum Irak hinweg ein Kalifat ausgerufen.
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