jeudi 5 mars 2015

Preiserhöhung in Luxemburg - Ziehen unsere Wirte die Kunden über die Theke?


Partytiere und Kneipenhocker werden in den vergangenen Wochen mit Argwohn auf ihren «Deckel» geschaut haben. Denn zum 1. Januar hat die Regierung die Mehrwertsteuer TVA auf alkoholische Getränke erhöht – von drei auf satte 17 Prozent.



Und tatsächlich: Die Preise für Bier und Wein haben kräftig angezogen – aber bereits vor der eigentlichen Steuererhöhung. Durchschnittlich 13,6 Prozent mehr müssen Bier- und Weintrinker seit Oktober 2014 in den Kneipen und Bars des Landes berappen, 9,8 Prozent in Restaurants und Hotels. Das sind die offiziellen Zahlen der luxemburgischen Statistikbehörde Statec, zitiert vom Konsumentenverband UTC.


Beunruhigende Tendenz


Aber die Verbraucherschützer haben noch eine weitere, nicht erwartete Tendenz festgestellt. Denn auch die nichtalkoholischen Getränke sind seit Oktober teurer geworden: um 2,1 Prozent. Und dass, obwohl diese von der Steuererhöhung gar nicht betroffen sind, sondern mit dem «super-reduzierten TVA-Satz» (O-Ton ULC) von drei Prozent besteuert werden.


Die ULC bangt nun um die Konsumentenpreise: «Unsere Befürchtungen wurden bestätigt. Im Fahrwasser der TVA-Erhöhung kam es nicht nur bei alkoholischen Getränken zu einem starken Preisanstieg.» Der Verband schickt deshalb erneut einen Warnschuss in Richtung des Gastronomie-Verbands Horesca: «Wir forden den Horecsca-Sektor auf, bei den Preiserhöhungen nicht zu übertreiben.» Denn sonst könnte der Schuss nach hinten losgehen und sich der Konsument - wie in anderen Bereichen auch – auf der anderen Seite der Grenze umsehen.


(sen/L'essentiel)






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