Die U-Bahn mit ein paar bunten Farbklecksen verschönern - das wollten zwei deutsche Graffiti-Künstler in Singapur. Doch was in Deutschland eine (mit einer Geld- oder Putzstrafe belegten) Lappalie ist, kann in anderen Ländern ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen.
Zwei Deutsche wurden bei ihrem «Kunstprojekt» in der Blitzeblank-Metropole Singapur erwischt. Und wurden jetzt von einem Gericht nach den strengen Gesetzen des Stadtstaats verurteilt: Neun Monate Haft - und drei Schläge mit dem Stock. Die beiden hätten ihr Vergehen vorsätzlich begangen und den Tatort vorher ausgespäht, sagte der Richter. Das Strafmaß gelte zudem als Abschreckung.
Junge Männer bekennen sich schuldig
Die Verteidigung der beiden hatte auf fünf Monate Haft und drei Stockschläge plädiert. Die 21 und 22 Jahre alten Männer hatten sich schuldig bekannt. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen vor, im November vergangenen Jahres in ein U-Bahn-Depot eingedrungen und dort einen Bahnwagen besprüht zu haben.
2010 war ein Schweizer wegen des gleichen Vergehens zu fünf Monaten Haft und drei Stockschlägen verurteilt worden. Die Prügelstrafe wird mit einem Rohrstock auf den nackten Hintern ausgeführt.
(sen/L'essentiel/sda)








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