Abuja - Der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan will die islamistische Terrorgruppe Boko Haram innerhalb eines Monats besiegen und vertreiben. "Ich bin sehr optimistisch, dass wir nicht länger als einen Monat brauchen werden, um die Territorien zu erobern, die bisher in den Händen von Boko Haram waren", sagte Jonathan dem britischen Sender BBC.
Die Gruppe werde mit jedem Tag schwächer, so Jonathan weiter. Zuletzt hatte die nigerianische Armee die sunnitischen Extremisten mit Unterstützung von Truppen aus vier Nachbarländern immer weiter zurückgedrängt und zahlreiche Dörfer aus ihren Händen befreit.
Die Bevölkerung wirft Jonathan aber seit langem vor, hilflos im Kampf gegen die Terroristen zu wirken. Zudem hatte der Staatschef bereits Anfang Februar angekündigt, Boko Haram binnen weniger Wochen zu schlagen - was nicht gelungen war.
Ein Wahlkampfmanöver?
Die Erneuerung seines Versprechens könnte daher ein Wahlkampfmanöver des Politikers sein. Am 28. März stellt sich Jonathan im bevölkerungsreichsten Land Afrikas zur Widerwahl. Zuletzt hatte die Wahlkommission die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen wegen der anhaltenden Kämpfe um sechs Wochen auf den 28. März verschoben.
Nigeria und seine Nachbarländer Benin, Niger, Kamerun und Tschad hatten im Februar die Schaffung einer Eingreiftruppe aus 8700 Sicherheitskräften im Kampf gegen Boko Haram beschlossen. Seitdem hat die Terrorgruppe empfindliche Rückschläge erlitten, verübt aber nach wie vor Anschläge und Angriffe.
Boko Haram kämpft mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit dem Jahr 2009 tötete die Gruppe bei Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen mehr als 13.000 Menschen.
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