Die französische Staatsanwaltschaft ist überzeugt davon, dass der Co-Pilot Andreas Lubitz die Germanwings-Maschine absichtlich in eine Felswand gelenkt hat. Lubitz nahm bei seinem Todesflug 149 Menschen mit in den Tod.
Andreas Lubitz Germanwings-Maschine stürzt in Südfrankreich ab
Der junge Pilot litt unter Depressionen. Wie am Freitag bekannt wurde, war Lubitz am Tattag selbst krankgeschrieben. Nun liefert eine 26-jährige Stewardess weitere Eindrücke. Sie gibt an, 2014 mehrere Monate mit Lubitz zusammen gewesen zu sein.
«Wir haben uns letztes Jahr auf einem Flug kennengelernt, haben Nummern ausgetauscht und sind dann in Kontakt geblieben», erzählt sie der deutschen Zeitung «Bild». Aus dem Flirt sei dann mehr geworden. Anscheinend wollte die Stewardess die Beziehung geheim halten, deshalb hätte man sich in Hotels getroffen. «Während der Flüge war er ein netter und aufgeschlossener Mensch. Privat war er sehr weich, ein Mensch, der Liebe brauchte. Er war ein guter Mensch, der so süß sein konnte, hat mir Blumen geschenkt», so die 26-Jährige.
Sei es aber um die Arbeit gegangen, sei Lubitz ein «anderer Mensch» geworden, er habe die Arbeitsumstände kritisiert, sprach von zu wenig Geld und Druck.
«Er ist in Gesprächen plötzlich ausgerastet»
Laut seiner Ex-Freundin, hat Lubitz seine Tat womöglich angedeutet. Gegenüber der «Bild» erinnert sie sich, dass der 27-Jährige einmal sagte: «Eines Tages werde ich etwas tun, was das ganze System verändern wird, und alle werden dann meinen Namen kennen und in Erinnerung behalten.» Sie habe nie gewusst, was er damit eigentlich meinte, «aber jetzt ergibt es einen Sinn.»
Die psychischen Probleme von Lubitz seien ihr aufgefallen und sie wusste auch, dass er in psychiatrischer Behandlung war - mehr allerdings nicht. «Er ist in Gesprächen plötzlich ausgerastet und schrie mich an. Ich hatte Angst. Er hat sich einmal sogar für längere Zeit im Badezimmer eingesperrt.» Auch Albträume schienen den jungen Piloten zu quälen. Er sei nachts aufgewacht und habe geschrien, sie stürzten ab. Außenstehenden seien die Probleme von Lubitz aber nicht aufgefallen: «Er konnte vor anderen Menschen gut verstecken, was mit ihm wirklich läuft.»
Laut dem US-amerikanischen Nachrichtensender «CNN» wird Lubitz' Ex-Freundin nun von der Polizei befragt.
(L'essentiel/20M)








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