Um ihre ehrgeizigen Wachstumspläne zu erreichen, setzt die belgische Kette Veritas verstärkt auf das belgisch-luxemburgische Unternehmen Indufin. Dieses hält künftig 60 Prozent der Veritas-Aktien, 30 Prozent die Gründerfamilie und 10 Prozent das Management. Über Indufin sollen anspruchsvolle Projekte in Luxemburg, Belgien und darüber hinaus realisiert werden können. Das Unternehmen gehört der luxemburgischen Investmentgesellschaft Luxempart und der belgischen Gruppe der De Eik Familie.
Veritas blickt auf eine lange Geschichte zurück. Das Modeunternehmen existiert seit 1892. Seit 2008 ist es im Großherzogtum vertreten, wo es derzeit sechs Filialen mit einen Umsatz von 4,8 Millionen Euro betreibt. Es vereint zwei Töchter: Veritas (Filialen) und Veriac (Logistik, Lagerung und Verwaltung). Die Firma hat sich zu einem Spezialisten kreativer Ideen für Schuhe, Unterwäsche, Accessoires sowie Kleidung entwickelt.
«Unsere neue Aktionärsstruktur steht in vollem Einklang mit unserem Vorhaben für die Stärkung unserer Wirtschaft und der wirtschaftlichen Aktivitäten mithilfe einer starken finanziellen Unterstützung auszubauen. Dies wird uns ermöglichen, zu einer europäischen Kette zu wachsen. Indufin unterstützt dieses Projekt komplett. Diese neuen Eigentumsverhältnisse ergänzen unsere Kompetenzen und festigen den belgisch-luxemburgischen Anker», teil Marc Peeters, Vorsitzender des Veritas-Verwaltungsrates, in einer Erklärung mit.
Eröffnung in Nordrhein-Westfalen
An der Unternehmensspitze wird sich durch die neuen Besitzverhältnisse nichts ändern. Marc Peeters behält seinen Posten, Ine Verhaert bleibt Geschäftsführer, Ulrik Vercruysse Finanzvorstand.
Zunächst sollen drei Millionen Euro investiert werden, um die Präsenz im Großherzogtum zu stärken. Bis 2018 soll es hierzulande dann rund zehn Filialen geben. Insgesamt gibt es derzeit 124 Geschäfte, in drei Jahren sollen es 130 sein. Außerdem konkretisieren sich die Expansionspläne über die Grenzen Belgiens und Luxemburg hinaus. In der zweiten Jahreshälfte 2015 soll in Nordrhein-Westfalen die erste Filliale eröffnen. Außerdem wird eine Expansion nach Nordfrankreich und in die Niederlande in Betracht gezogen. Die Vergrößerung des Veritas-Filialnetzes soll durch ein jährliches Investitionsprogramm von drei bis vier Millionen Euro getragen werden. Das Unternehmen beschäftigt rund 800 Personen - direkt oder indirekt.
(Denis Berche/L‘essentiel)








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