jeudi 5 mars 2015

Bürgerkrieg in Syrien: Heftige Gefechte erschüttern Aleppo


Wenig Zeit? Am Textende gibt's eine Zusammenfassung.




Aleppo - Erst gab es einen Anschlag auf ein Gebäude des syrischen Geheimdienstes, dann folgten heftige Gefechte: Bei Straßenkämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen im nordsyrischen Aleppo sind laut der oppositionellen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte Dutzende Menschen getötet worden. Am Mittwoch hatten Rebellen demnach die Zentrale eines syrischen Geheimdienstes in Aleppo angegriffen und in einem Tunnel unter dem Gebäude große Mengen Sprengstoff zur Explosion gebracht. Am Donnerstag soll es in dem Gebiet weitere Kämpfe gegeben haben, die auch Angehörige der syrische Armee bestätigten: Es gebe "viele Tote und Verletzte im gegnerischen Lager".

Nach Angaben der Beobachtungsstelle starben bei dem Anschlag und den anschließenden Gefechten 20 Regierungssoldaten und 14 Rebellen. Außerdem seien am Mittwochabend neun Zivilisten getötet worden, als Rebellen von der Armee gehaltene Gebiete angegriffen hätten.


Die Regierungstruppen sollen auch erneut eine der besonders umstrittenen Fassbomben abgeworfen haben, die wegen ihrer streuenden Wirkung besonders zerstörerisch sind. Bei der Detonation in einem von Rebellen kontrollierten Viertel sind nach Angaben der Beobachtungsstelle 18 Zivilisten getötet worden, acht davon seien "vollständig verbrannt". Die Angaben der Beobachtungsstelle, die sich auf ein Netzwerk von Informanten vor Ort stützt, können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden.


Sechs Schüler und ein Lehrer getötet


Aleppo gehört zu den umkämpftesten Regionen im syrischen Bürgerkrieg. Dort kämpft die syrische Armee gegen eine Vielzahl von Rebellengruppen, etwa die mit al-Qaidaverbündete Nusra-Front und vom Westen unterstütze Einheiten. Große Teile der Stadt kontrolliert Assads Armee, ihr Osten steht jedoch unter Kontrolle von Rebellen. Noch vor Kurzem hatte es Anzeichen auf eine Entspannung der Lage im umkämpften Aleppo gegeben, als die Führung um Staatschef Assad die Bereitschaft für eine sechswöchige Feuerpause signalisierte.


Neben den Gefechten in Aleppo flogen die Regierungstruppen nach Angaben der Beobachtungsstelle am Donnerstag auch im Nordwesten des Landes Luftangriffe. In einem Dorf in der Provinz Idlib wurden demnach sechs Schüler und ein Lehrer getötet, als ein Geschoss in der Nähe einer Schule einschlug.

Der Bürgerkrieg in Syrien dauert inzwischen seit fast vier Jahren an. Seit Beginn des Aufstands im März 2011 wurden dabei mehr als 220.000 Menschen getötet und Millionen Zivilisten in die Flucht getrieben. Wie das russische Außenministerium mitteilte, wollen sich Vertreter von Assad und der syrischen Opposition im April in Moskau zu einer neuen Gesprächsrunde treffen. Ein ähnliches Treffen im Januar war ohne Ergebnis geblieben.


Die syrische Opposition im Exil wirft dem Westen indes vor, trotz Warnungen dem Aufstieg der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien lange Zeit tatenlos zugesehen zu haben. Schon Ende 2011 sei der Westen gewarnt worden, sagte der Chef der Syrischen Nationalen Koalition, Chaled Chodscha: "Jetzt haben wir Assad, der aus der Luft Fassbomben abwirft, und den IS, der am Boden Menschen tötet."




Zusammengefasst: Im syrischen Aleppo sind bei heftigen Gefechten und der Detonation einer Fassbombe Dutzende Menschen getötet worden. Russland hat neue Gespräche zwischen einigen Konfliktparteien angekündigt. Die Opposition im Exil wirft dem Westen indes vor, zu spät in den Konflikt eingegriffen zu haben.




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