jeudi 19 mars 2015

Appell an iranisches Volk: Obama sieht historische Chance zur Versöhnung


An diesem Freitag feiern die Iraner Nowruz, das persische Neujahrsfest. Einer der Gratulanten ist Barack Obama. Seit seinem Amtsantritt als US-Präsident hat er in jedem Jahr eine Grußbotschaft an das iranische Volk gerichtet.


Seine am Freitag im Internet verbreitete Videonachricht verband Obama mit einem Appell. Er rief die Führung in Teheran und das iranische Volk dazu auf, die "historische Gelegenheit" zu einer Versöhnung zu ergreifen. Die derzeit laufenden Atomverhandlungen seien seit Jahrzehnten die beste Möglichkeit, um eine bessere Zukunft beider Länder zu erreichen.

Ihm sei klar, dass es in der Debatte um Teherans Atomprogramm sowohl in Iran als auch in den USA und in anderen Ländern Menschen gebe, "die eine diplomatische Lösung ablehnen", sagte Obama. Die USA und Iran müssten daher gemeinsam für die Zukunft eintreten, die sich beide Länder wünschten. Dazu seien die kommenden Tage und Wochen entscheidend. Die Verhandlungen hätten Fortschritte gemacht, noch gebe es aber Diskrepanzen, sagte der US-Präsident.


In Lausanne in der Schweiz verhandeln derzeit Vertreter der 5+1-Gruppe aus Deutschland und den fünf Uno-Vetomächten mit Iran über ein Atomabkommen. Bis Ende des Monats soll eine politische Grundsatzvereinbarung erzielt werden. Danach wird bis Anfang Juli ein vollständiges Abkommen samt der technischen Einzelheiten angestrebt.


Ziel ist es, Iran die zivile Nutzung der Atomtechnologie zu erlauben, dem Regime aber die Möglichkeit zu nehmen, Atomwaffen zu entwickeln. Iran hat stets bestritten, nach Nuklearwaffen zu streben. Im Gegenzug sollen die in dem Streit verhängten internationalen Sanktionen gegen Teheran aufgehoben werden.




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