Wo sind Konsumgüter in der Großregion am teuersten? Die «Studie 4 Grenzen» des Unternehmens Nielsen hat gemeinsam mit der Kommission für Preisgestaltung des Verbraucherrates die Kosten von Supermarkt-Produkten in den vier Ländern der Großregion verglichen.
Diese Lebensmittel machen süchtig
Die Studie macht deutlich, dass der Vergleich «nur ein Ausschnitt bietet», erklärt Luxemburgs Wirtschaftsministerium. Konkret sind nur 0,19 Prozent der 100.000 relevanten Produkte überhaupt zeitgleich in allen vier Gebieten vorhanden. Dennoch kommt die Studie zu einem Ergebnis. Demnach hatte die deutsche Grenzregion Ende 2014 durchschnittlich die niedrigsten Preise, mit einem Rechenwert von 91,7 auf den Durchschnittswert 100. Auch Frankreich ist bei 96,2 billiger als der Durchschnitt.
Leichter Rückgang
Belgien liegt mit 102,5 an der Spitze der Rangliste - vor Luxemburg mit 100,5. Für das Großherzogtum bedeutet das einen leichten Rückgang. Zwar hat sich die Rangordnung seit 2007 nicht verändert, doch die Preise sind gefallen.
In der Studie wird zudem festgestellt, dass Luxemburg in punkto Alkohol das mit Abstand wettbewerbsfähigste Land ist - bei einem Wert von 89,6 im Vergleich zu 106,4 bis 108,4 in den Nachbarländern. Luxemburg ist auch das günstigste Land für Produkte abseits der Nahrungsmittel.
Starke Geschäfte in Luxemburg
Bei der Studie der Marken wird deutlich, dass eine französische Marke dreimal so viele Produkte anbietet wie eine belgische. Im Durchschnitt bieten französische Geschäfte 16.500 verschiedene Produkte. In Luxemburg sind es 13.600, in Belgien nur 12.000. Darüberhinaus sind von den sechs geprüften Läden aus Luxemburg drei «wettbewerbsfähiger als der Durchschnitt der Großregion» - bei einem Vorsprung von 3,4 Prozent.
Überraschenderweise werden die gleichen Produkte in verschiedenen Ländern oftmals zum selben Preis verkauft. Und das trotz erheblicher Unterschiede in der Mehrwertsteuer. Preisanpassungen gibt es in Luxemburg zudem viel häufiger als in der Grenzregion.
(Jonathan Vaucher/L'essentiel)








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