Berlin - Der Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Überwachungspraxis von Nachrichtendiensten wurde einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise ausgespäht. Wie die Zeitung "Die Welt" berichtet, besteht der Verdacht, dass das Krypto-Handy zur verschlüsselten Kommunikation des Ausschussvorsitzenden Patrick Sensburg gehackt wurde. Das Gerät werde deshalb beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn überprüft.
Dem Bericht zufolge soll Sensburg im Februar eine Funktionsstörung bei seinem Blackberry Z30 festgestellt haben. Daraufhin habe die Bundestagsverwaltung das Gerät in einem verplombten Behälter durch einen Paketdienst zur Überprüfung ans BSI in Bonn geschickt. Der verplombte Transportbehälter sei dort allerdings geöffnet eingetroffen. Zudem habe man festgestellt, dass das Handy offensichtlich zwischenzeitlich herausgenommen worden war. Die Bundestagsverwaltung habe wegen des Öffnens eine Anzeige gegen unbekannt gestellt.
Der Untersuchungsausschuss, der nach dem Skandal um die Abhörpraxis des US-Geheimdienstes NSA eingerichtet worden war, soll die Arbeit von Nachrichtendiensten im In- und Ausland beleuchten.
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