Washington - Mit großem Applaus und Jubelrufen ist Israels Premierminister Benjamin Netanyahu bei seinem Auftritt vor dem US-Kongress begrüßt worden. In seiner Rede dankte er zunächst den Vereinigten Staaten für die langjährige Unterstützung: "Die Allianz zwischen den USA und Israel muss immer über der Politik stehen", sagte der 65-Jährige auf Englisch: "Ich schätze alles, was Präsident Obama für uns getan hat." Er werde ihm immer dankbar sein.
Netanyahus Auftritt war nicht mit dem Weißen Haus abgestimmt. US Präsident Barack Obama wird Netanyahu nicht empfangen, auch Treffen mit Vizepräsident Joe Biden und Außenminister John Kerry sind nicht geplant. Netanyahus Auftritt hatte Washingtons Republikaner-Chef John Boehner eingefädelt.
Rund ein Viertel der demokratischen US-Kongressabgeordneten wollte die Rede boykottieren. Weitere Mitglieder der Partei von Präsident Obama wollten der Ansprache im Kapitol in Washington nur unter Protest beiwohnen, berichtete die US-Zeitung "Washington Post".
Irans Außenminister Mohammad Javad Zarif hatte Netanyahus Rede kritisiert. Der israelische Premier versuche die Atom-Verhandlungen mit den USA zu beeinflussen: "Ich denke nicht, dass der Versuch, Spannungen und Konflikt herzustellen, irgendjemanden hilft", sagte Zaif dem TV-Sender CNN.
News verfolgen
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
- alles aus der Rubrik Politik
- Twitter | RSS
- alles aus der Rubrik Ausland
- RSS
- alles zum Thema Benjamin Netanyahu
- RSS
© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH








0 commentaires:
Enregistrer un commentaire