Berlin - Die britischen Geheimdienste sollen künftig vermehrt Mütter im mittleren Alter anwerben. So lautet lautet die Empfehlung des Geheimdienstausschusses an das britische Unterhaus, um unentdeckte Talente für die Gefahrenabwehr zu fördern. Das Ziel der Aktion, so erklären es die Parlamentarier in einer Mitteilung, ist ein höherer Frauenanteil unter Geheimdienstmitarbeitern.
Um den derzeitigen Frauenanteil von 37 Prozent zu steigern, sollten die Dienste MI5, MI6 und GCHQ auch auf unkonventionelle Mittel setzen, schreiben die Abgeordneten in ihrem Bericht an das britische Unterhaus: So empfehlen sie den Rekruten etwa einen genauen Blick in das Eltern-Bloggernetzwerk "Mumsnet".
Agenten mit "männlicher Mentalität"
"Frauen und Mütter im mittleren Alter oder in der Mitte der Karriereleiter haben wertvolle Lebenserfahrungen", lässt der Ausschuss zur Erläuterung seines Vorschlags wissen. Bisher seien diese Quelle für neue Mitarbeiter nicht angezapft worden, heißt es in dem Papier, über das unter anderem auch der britische "Guardian" berichtet.
Die Abgeordneten räumen aber auch ein: In der Männerdomäne der Geheimdienste müssten Frauen nach wie vor mit Widerständen rechnen. Vor allem im mittleren Management gebe es Mitarbeiter mit einer "sehr traditionellen, männlichen Mentalität", sagte die Abgeordnete Hazel Blears.
Für den Ausschuss ist das ein klares Manko. Wenn alle Geheimdienstprofis ähnliche Hintergründe und Charaktere hätten, dann bestehe die Gefahr einer einseitigen Herangehensweise an Herausforderungen, so Blears: "Vielfalt wird bessere Ergebnisse bringen."
News verfolgen
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
- alles aus der Rubrik Politik
- Twitter | RSS
- alles aus der Rubrik Ausland
- RSS
- alles zum Thema Geheimdienste
- RSS
© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH








0 commentaires:
Enregistrer un commentaire