jeudi 5 mars 2015

Gehälter in Luxemburg - Frauen kriegen 8,6 Prozent weniger Lohn als Männer


Frauen verdienen in der Europäischen Union im Schnitt um 16,4 Prozent weniger als Männer. Das geht aus Zahlen für das Jahr 2013 hervor, die die EU-Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag vorgelegt hat. Am deutlichsten treten die geschlechterbedingten Lohnunterschiede in Estland (29 Prozent) auf, es folgen Österreich (23 Prozent), Tschechien (22,1 Prozent) und Deutschland (21,6 Prozent).



Luxemburg zählt mit einer Quote von 8,6 Prozent zu den Musterschülern in Europa in Bezug auf Gehaltsunterschiede zwischen Mann und Frau. Damit hat sich die Situation im Großherzogtum im Vergleich zur letzten Studie leicht verbessert – 2012 lag sie noch bei 9,7 Prozent. Ein ähnliches Verdienstgefälle wie hierzulande weist Belgien (9,8 Prozent) auf. In Frankreich und Schweden geht die Lohnschere mit jeweils 15,2 Prozent Gehaltsunterschied schon weiter auf. Die kleinsten Gefälle verzeichnet Eurostat in Slowenien (3,2 Prozent), gefolgt von Malta (5,1 Prozent), Polen (6,4 Prozent), Italien (7,3 Prozent) und Kroatien (7,4 Prozent).


Luxemburger Direktionen als Männerdomäne


Im Vergleich zu 2008 haben sich die Gehaltsunterschiede zwischen Mann und Frau in vielen europäischen Staaten verringert. In neun Mitgliedstaaten hat sich das Verdienstgefälle jedoch vergrößert, am stärksten in Portugal – von 9,2 Prozent im Jahr 2008 auf 13 Prozent im Jahr 2013. Eurostat, das die Statistiken anlässlich des Internationalen Frauentags am Sonntag veröffentlicht hat, unterstreicht, dass die geschlechterbedingten Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt nicht nur das Gehalt betreffen. So seien zwei Drittel der Direktoren, leitenden Angestellten und Manager Männer, wohingegen zwei Drittel aller Büroangestellten Frauen sind.


In Bezug auf die Bezahlung mag Luxemburg Vorreiter sein, nicht allerdings, wenn es um eine geschlechtergerechte Besetzung der Führungsetage geht. Im vergangenen Jahr waren Frauen hier deutlich unterrepräsentiert. Nur 16 Prozent der leitenden Angestellten waren Frauen - und das, obwohl sie 44 Prozent der gesamten Beschäftigtenzahlen darstellen. Das Großherzogtum hinkt in dieser Frage den Nachbarländern hinterher. In Frankreich stellen Frauen mehr als ein Drittel des Führungspersonals (36 Prozent), in Belgien sind es 31 Prozent und in Deutschland 29 Prozent.


(FR mit AFP/L'essentiel)






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