Auch die drittgrößte Bank Großbritanniens hat in Luxemburg Steuern gespart. Das berichtet der Guardian. Das Pulitzer-prämierte Blatt präsentiert auf seiner Website Zahlen zu Umsätzen des Großunternehmens und den dazugehörigen Steuerzahlungen aus dem Jahr 2014.
Die Chronologie der Affäre Lux-Leaks
So habe Barclays bei umgerechnet 817 Millionen Euro Gewinn in Luxemburg lediglich 5,5 Millionen an Steuern bezahlt. Das sind weniger als 0,7 Prozent. Ebenfalls auffällig sei, dass Barclays ganze zehn Teilunternehmen in Luxemburg beherbergt - bei lediglich 30 Angestellten. Insgesamt hat Barclays weltweit rund 150.000 Mitarbeiter. In Großbritannien verzeichnet die Bank 4,7 Milliarden Euro Gewinn - bei Steuerzahlungen in Höhe von 287 Millionen Euro. Das sind etwas mehr als 6 Prozent.
Umstrittener Ruf
Nach Angaben der Bank werde das Land Luxemburg hauptsächlich für Investmentbanking und Vermögensverwaltung genutzt. Bereits vor den LuxLeaks-Enthüllungen um Steuerdeals mit Unternehmen hatte Barclays-Chef Antony Jenkins angekündigt, von Luxemburg Abstand zu nehmen. Dies könne jedoch Jahre dauern. Die Medien bezeichneten diese Ankündigung als Versuch, den durch umstrittene Steuereinsparungen angeschlagenen Ruf der Bank aufzupolieren.
Im Vergleich zum vorherigen Jahr hätte sich laut Guardian die Mitarbeiterzahl Barclays in Luxemburg zwar um 16 erhöht, der Gewinn sei allerdings von 1,9 Milliarden Euro in 2013 stark gesunken. Schon damals zahlte Barclays im Großherzogtum lediglich 28 Millionen Euro an Steuern.
(jm/L'essentiel)








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