Hongkong - In seiner Rede zum chinesischen Jahr des Schafes hat Hongkongs Regierungschef Leung Chun-ying die Bürger aufgefordert, sich auch wie Schafe zu verhalten: Zahm und gefühlvoll sollen sie sein und in friedlichen Gruppen zusammen leben.
In einem Video auf der Website der Hongkonger Regierung, sendet Leung einen Willkommensgruß zum Jahr des Schafes an die Bevölkerung. Er ermuntert die Bürger dazu, sich vom Charakter des Tieres inspirieren zu lassen. Sie sollen sich anpassen, zusammenhalten und gemeinsam für Hongkongs Zukunft arbeiten.
"Das letzte Jahr war kein einfaches für Hongkong", sagt der Regierungschef in dem Video, während er fröhlich in die Kamera lacht und mit Kindern spielt. Damit meint er wohl die Massenproteste, die im vergangenen Jahr in Hongkong für Chaos sorgten. Es war die schwerste politische Krise seit die ehemalige britische Kolonie 1997 wieder zu China gehört. Aktivisten der sogenannten "Regenbogen-Bewegung" hatten freie Wahlen in der chinesischen Sonderverwaltungszone gefordert. Bei den monatelangen Protesten hatten sie zentrale Straßen in der Innenstadt besetzt und so das Zentrum der Wirtschaftsmetropole lahm gelegt.
Auslöser waren Pläne der Führung in Peking, die zwar erstmals direkte Wahlen erlauben, aber eine freie Nominierung der Kandidaten verweigern wollte. Im Dezember hatte die Polizei letzte Protestlager geräumt. Wenige Wochen später setzten Demonstranten ihre Proteste fort. Erst im Februar gingen wieder Tausende Menschen auf die Straße, um für Demokratie zu demonstrieren.
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