Die Digitalisierung ist eines der Leuchtturmprojekte von Medien- und Staatsminister Xavier Bettel (DP). Ein neuer Bericht stellt dem Großherzogtum in dieser Frage aber kein gutes Zeugnis aus. Demnach ist Luxemburg in Sachen Digitalisierung nur Mittelmaß. Defizite gibt es vor allem beim Angebot von digitalen Behörden- oder Arztwegen. Positiv werden hingegen die Faktoren Konnektivität und Internetkompetenzen der Bevölkerung hervorgehoben. Im Großherzogtum nutzen zudem 93 Prozent der Bürger regelmäßig das Internet, im EU-Schnitt sind es hingegen nur 75 Prozent.
Insgesamt belegte Luxemburg Platz acht unter den 28 EU-Ländern. Auf Rang eins landete Dänemark und an letzter Stelle Rumänien. Für Deutschland gab es auch 2014 den zehnten Platz, Frankreich liegt auf Platz 14, Belgien hingegen auf Platz fünf.
Europa droht Anschluss zu verlieren
Bei dieser Rangfolge berücksichtigt werden etwa die Schnelligkeit von Internetverbindungen, die Fähigkeiten der Nutzer oder die Nutzung digitaler Technologien in Unternehmen und Behörden. Für die Studie wurden über 211.000 Menschen befragt.
Der EU-Kommissar Günther Oettinger, zuständig für Digitalwirtschaft, warnte bei der Vorstellung des Berichts, Europa drohe im weltweiten Vergleich den Anschluss zu verlieren. «Wir sollten den Wettlauf annehmen, nicht gegen, sondern mit den Amerikanern, den Südkoreanern, den Chinesen, den Indern und vielen anderen», sagte Oettinger.
(L'essentiel mit dpa)








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