Die Genfer Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung wegen Geldwäscherei gegen die HSBC Private Bank sowie gegen Unbekannt eröffnet, wie sie am Mittwoch mitteilte. Zudem kam es zu einer Hausdurchsuchung beim Bankinstitut. Hintergrund ist ein Bericht, wonach die Bank wissentlich illegale Aktivitäten von Waffen- und Diamantenhändlern ignoriert haben soll.
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Zudem habe sie wohlhabenden Menschen dabei geholfen, Steuern zu umgehen. Auch etliche Luxemburger haben Geld in der Schweiz gebunkert. Die treibenden Kräfte hinter der Hausdurchsuchung sind der Genfer Generalstaatsanwalt Olivier Jornot und der Staatsanwalt Yves Bertossa.
Größte Schweizer Auslandsbank
Der Schweizer Ableger von HSBC stand letzte Woche im Fokus der internationalen Presse steht. Im Rahmen der sogenannten «Swissleaks»-Affäre wurde der Genfer Filiale von HSBC vorgeworfen, für Delikte wie Geldwäscherei, Terrorfinanzierung sowie Drogen- oder Waffenhandel Hand geboten zu haben. Basis für «Swissleaks» bilden von einem internationalen Journalistennetzwerk ausgewertete Daten, die der Informatiker Hervé Falciani 2007 bei HSBC gestohlen hatte.
So stehen etwa mehrere HSBC-Kunden aus Saudi-Arabien unter Verdacht, Osama Bin Laden Geld gespendet zu haben. Weiter soll der Schweizer Ableger von HSBC Konten des Clans von Syriens Diktator Baschar al-Assad beherbergt und Millionenvermögen für Händler von Blutdiamanten im Liberia-Konflikt verwaltet haben.
Bei HSBC Schweiz handelt es sich nicht um eine klassische Schweizer Bank. Die Hongkong & Shanghai Banking Corporation ist eine international tätige Großbank mit Sitz in London. Ihr hiesiger Ableger ist aber die mit Abstand größte Schweizer Auslandsbank. 2013 schrieb die Bank laut der Statistik der Auslandsbanken einen Gewinn von 1,9 Milliarden Euro und beschäftigte rund 1400 Personen.
(L'essentiel/sda)








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