mardi 14 avril 2015

Demontage - Immer weniger Bahnschranken in Luxemburg


Das Bild ging um die Welt: Beim Radklassiker Paris-Roubaix am Sonntag wird ein Teil des Hauptfelds plötzlich durch eine Bahnschranke gestoppt. Einige Fahrer huschen trotzdem noch zwischen den Schranken durch – nur wenige Sekunden später rollt ein TGV über die Gleise. Zum Glück wird niemand bei dem gefährlichen Vorfall verletzt.


In Luxemburg müsste ein Fußgänger 3000 Euro für einen solchen Verstoß bezahlen, ein Autofahrer immerhin 145 Euro (plus Strafpunkte). Die Vorsichtsmaßnahmen scheinen hierzulande einigermaßen zu greifen. Zwar haben vier Personen seit 2003 ihr Leben auf einem Bahnübergang verloren, im Vorjahr fand allerdings keine Kollision zwischen Zug und Fahrzeug statt.


Lange Wartezeit nervt


Die Zahl der Bahnübergänge in Luxemburg ist innerhalb von vierzig Jahren von 202 auf 135 zurückgegangen. Erst im vergangenen Jahr wurden zwei Anlagen in Oberkorn demontiert. Aus Sicherheitsgründen werden immer mehr dem Erdboden gleichgemacht. «Unterführungen sind jedoch teuer und man braucht auch den notwendigen Platz dafür», heißt es von der CFL. Fast 50 Prozent der Bahnübergänge kreuzen gar keine öffentliche Straße, sondern beispielsweise Feldwege.


Ein weiteres Problem der Bahnübergänge ist die Wartezeit vor den Schranken, die Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger in Kauf nehmen müssen. Laut CFL gibt es vor allem in Schifflingen, Dommeldingen, Walferdingen und Lorentzweiler in dieser Hinsicht Probleme.


(Pierre Théobald/L'essentiel)






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