Drei Kaffee bestellt, drei Kaffee bezahlt, drei Kaffee abgerechnet. An die Steuer übermittelt werden aber nur ein oder zwei. Auf den ersten Blick ist alles in Ordnung, doch der Betrug geschieht mittels Registrierkasse. Hier löscht eine Software einige Verkäufe. Entweder per Tastendruck oder per automatischer Einstellung werden beispielsweise jede dritte Transaktion oder Beträge ab einer bestimmten Höhe gelöscht... Ein Trick, der auch im Großherzogtum angewendet wird.
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«In Kontrollen wurden solche Betrüge schon aufgedeckt», sagt Guy Heintz, Verwaltungsdirektor der direkten Steuern. «Regelmäßig werden wir gefragt, ob es möglich ist, 'etwas' an der Kasse einzustellen, damit nicht alles gemeldet wird. Und das betrifft alle Bereiche», berichtet ein Softwareunternehmer aus dem Großherzogtum.
Wie viel Luxemburg dadurch an Steuern einbüßt, ist nicht bekannt. Aber in Frankreich werden jährlich schätzungsweise 30 Prozent der Zahlungseingänge von kleinen Händlern nicht gemeldet. In Luxemburg stellt das neue Gesetz über erhöhte Mehrwertsteuer die Daten aus den Registrierkassen zwar unter die Kommunikationspflicht an Beamten der Steuerverwaltung. Doch Guy Heintz überlegt: «Vielleicht sollten wir ein Software-Gesetz erlassen.» In Belgien wurde im Hotel-und Gastsstättengewerbe eine Art «Black Box», die Verkäufe unlöschbar aufzeichnet, eingeführt.
(Mathieu Vacon/L'essentiel)








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